Ein geheimnisvolles Grab unter der Schwelle – der etwas andere Booktrailer

Es hat ja eine Weile gedauert, aber nun ist er fertig – der Booktrailer zu meinem Buch

„Ein geheimnisvolles Grab unter der Schwelle“.

Diesmal erzählt eine Romanfigur über die Geschichte, lasst euch überraschen, wer es ist und was verraten wird.

Das Buch ist erhältlich im Buchhandel – on- und offline – und bei BoD

Buch
E-Book
9783748131540
9783748187165 

Walpurgisnacht 2020

In diesem Jahr ist ja vieles anders – keine Partys mit Freunden, Masken beim Einkaufen Pflicht, statt verboten …

Doch was war mit der Walpurgisnacht? Hält das Virus auch Hexen und Teufel im Griff oder lassen sie sich davon nicht beeindrucken?

Lest eine kleine Geschichte, wie es dem Teufel in diesem Jahr erging:

 

 

Walpurgisnacht – Im Banne der Corona

Die alte Vettel von Nessebar

Lesehäppchen aus „Das Dämonenamulett“

In Gedanken versunken spazierte Shaban durch die Gassen der Stadt.
Er nahm nicht den direkten Weg zum Ufer, sondern beschloss, den Tag
zu einem ausgiebigen Bummel über den Markt zu nutzen. Viel zu lange
war er nicht mehr aus dem Haus gekommen. Und Meister Sideris hatte
ihm keine Eile aufgetragen!
Die Sonne wärmte seine Haut, ein sanfter Wind fuhr ihm durchs Haar.
Erst als die Mittagszeit längst vorüber war, machte er sich auf die Suche
nach der Alten. Eine ungefähre Ahnung wies ihm den Weg.
Es dauerte nicht lange, bis er die verfallenen Katen am Ufer des
Schwarzen Meeres erreichte.
Möwen balgten sich in der Nähe lärmend um ein kindergroßes Stück
Aas. Es stank nach Fisch und Abfällen.
Misstrauische Blicke bohrten sich in seinen Rücken.
Er ging nun doch schneller, um seinen Auftrag zu erledigen. Die Gegend
behagte ihm nicht.
Er fand die Alte ganz in der Nähe vor ihrer Kate sitzen.
Mit gichtigen Fingern flickte sie an einem Fischernetz. Sie schaute nicht
auf, als er zu ihr trat.
„Guten Tag, Mütterchen“, grüßte Shaban höflich. „Meister Sideris
schickt mich mit einer Botschaft.“

Unbeirrt fuhr sie in ihrer Arbeit fort. Shaban war sich nicht sicher, ob sie
ihn überhaupt hörte.
‚Wenn ihre Ohren so verrunzelt sind wie ihr Gesicht, werden meine
Worte wohl kaum zu ihrem Geist durchdringen können’, fürchtete er.
Sollte er lauter reden?
Er versuchte es noch einmal.
„Mütterchen, Meister Sideris bittet Euch in sein Haus und lässt Euch
diesen Beutel als Einladung überbringen.“
„Beutel? Zeig her!“
Geschickter als Shaban ihr zugetraut hätte, griff sie nach den Münzen.
Erst hielt sie sich eine dicht vor ihre Augen, dann schob sie sie halb in
ihren Mund. Dabei entblößte sie fauliges Zahnfleisch, wo Zähne sein
sollten.
Shaban wandte sich angewidert ab.
Schließlich schien sie das Angebot für annehmbar zu befinden.
„Gut, gut.“
Sie legte ihr Netz beiseite und erhob sich schwerfällig. Auf einen Stock
gestützt humpelte sie in die Kate. Kurz darauf kehrte sie zurück.
„Worauf wartest du? Gehen wir endlich!“
Sie kamen nur mühsam voran. Die Alte musste immer wieder stehen
bleiben, um sich zu verschnaufen.
Shaban fühlte sich langsam gereizt.
‚Was mochte Sideris von ihr wollen?’, fragte er sich.
Es blieb ihm genügend Zeit, das Hutzelweib zu betrachten. Klein und
knochig war sie. Das Gesicht entstellt von Narben, Falten und einer
schier riesigen Nase. Die blutleeren Lippen um ihren zahnlosen Mund
waren kaum mehr als ein heller Strich.
Die kleinen Augen blitzten boshaft unter ihrem wirren Haar hervor.
‚Wahrlich ein hässliches Antlitz!’
Endlich, kurz nach Einbruch der Dämmung, erreichten sie ihr Ziel.
Sideris erwartete sie bereits ungeduldig, verlor jedoch kein Wort über
das späte Erscheinen.

Zu Shabans Verwunderung führte Sideris die Alte in das neue Haus. Er
ließ ihr dort ein Nachtlager herrichten, dazu ein gutes Mahl und einen
Krug Wein vorsetzen.
Die Vettel fragte nicht lange, sondern griff hastig zu.
Sideris setzte sich neben sie. Allerdings war er darauf bedacht, ihr nicht
zu nahe zu kommen. Ihre Ausdünstungen konnten wohl den stärksten
Mann umhauen.
Was eine versehentliche Berührung ihrer aussätzigen Haut bewirken
mochte, wollte sich Shaban gar nicht erst ausmalen.
‚Ekelhaft, dieses ärmliche Volk!’
Erst nach einer Weile begann Sideris, sein Anliegen vorzutragen: „Mütterchen,
man sagt, Ihr seid die beste Netzknüpferin der Stadt.“
Sie nickte zustimmend mit vollem Mund.
„Ich bitte Euch um Eure Hilfe in einer delikaten Angelegenheit. Es soll
Euer Schade nicht sein.“
„Was soll ich tun?“
„Morgen bei Tagesanbruch wird mein Gehilfe Euch eine Rolle feinster
Muschelseide bringen. Knüpft mir daraus ein engmaschiges Netz, fünf
Ellen lang, fünf Ellen breit. Nach jedem Knoten fügt eine rote Glasperle
ein. Aus dem Rest des Fadens knüpft ein weiteres Netz nach gleicher
Art. Meint Ihr, Ihr werdet es zustande bringen?“
Die Alte schaute ihn entrüstet an, schwieg aber. Stattdessen griff sie
nach dem Weinkrug und ließ den köstlichen Rebensaft in ihren Hals
laufen.
„Je früher Ihr diese Aufgabe beendet, um so größer soll Euer Lohn
sein“, schloss Sideris.
Er maß die Alte mit einem langen, strengen Blick.
„Wenn das so ist …“, sie wackelte vielsagend mit ihrem Kopf, „… werden
die Netze wohl bald fertig sein.“
Zufrieden erhob sich Sideris.
Shaban folgte ihm und sah seinen Meister fragend an.
„Das Netz, mein guter Shaban, wird uns ein weiterer Schutz gegen die Untoten sein. Einmal über sie geworfen, können sie sich nicht daraus befreien. Es ist so fest, dass sie es selbst mit ihren unglaublichen Kräften nicht zerreißen können. Sie mögen sich wehren wie wilde Bären. Das Netz wird sich nur noch enger um sie ziehen.“
„Und die Perlen?“
„Nur eine weitere Vorsicht. In einem Papyrus las ich, dass ein unwiderstehlicher
Drang die Obure zwingen würde, alles zu zählen, besonders Samenkörner und Perlen. Somit dürfte uns genügend Zeit verbleiben, ihnen den tödlichen Stoß zu versetzen.“
Shaban stimmte seinem Meister begeistert zu.

Das Dämonenamulett von Petra Starosky,
ISBN-978-3-8459-0738-3
erhältlich als Taschenbuch, in Großschrift und als E-Book

Wenn die Würfel fallen …

… bedeutet es immer eine Entscheidung. Und wenn Wein im Spiel ist, kann ein Würfelspiel ungeahnte Folgen haben. Das musste auch der Wirt der Schänke nahe Tarnowo erfahren.

Er setzte im Spielrausch gegen einen undurchsichtigen Gegner als letzten Einsatz seine beiden Töchter. Schließlich konnte er nicht ahnen, dass der Fremde unfair spielt und …

ein Vampir ist.

Eine Leseprobe und natürlich auch die ganze Geschichte gibt es bei BoD nach Klick auf das Cover:

ab sofort erhältlich!
auch bei amazon für Kindle erhältlich

Mädels, sattelt die Besen – es ist Walpurgisnacht

Es ist wieder soweit – die Party auf dem Blocksberg steigt! Wer nicht so weit fliegen will, findet sicher auch in der Nähe eine Gelegenheit sich am Feuer zu vergnügen.

Aber wie sollen wir eigentlich zum Ziel unserer Hexenträume gelangen, wenn irgendwelche Bürokraten ein Nachtflugverbot verhängen? Noch ist der BER lange nicht eröffnungsfertig, aber man droht mit der Inbetriebnahme. Ich glaube, wir müssen da mal was tun …

Hier eine Geschichte dazu: Nachtflugverbot

Ist es bald vorbei mit der nächtlichen Fliegerei?

Ein Kosthäppchen aus „Euleborn – verhängnisvolle Neugier“

Ich erstarrte mitten in der Bewegung, ließ den vollen Bierkrug, den ich gerade über den Tresen reichen wollte, fallen.

„Sophie, komm zu mir!“

Ich wollte dem Ruf nicht folgen. Doch meine Beine setzten sich von selbst in Bewegung, gehorchten nicht meinem furchtsamen Wunsch, in der stickigen Sicherheit der Gaststube zu bleiben. Eine unsichtbare Hand zog mich unaufhaltsam nach draußen.

„Sophie, ich warte!“

Mein Herz krampfte sich schmerzhaft zusammen, ich wusste, wer mich rief. Nun hatte Frederik mich doch noch gefunden.

Wie durch Watte, die meine Ohren verstopfte, hörte ich die Wirtin aufschreien.

„Sophie, was ist mit dir? Mädel, du bist ja weiß wie da draußen der Schnee.“

‚Helft mir!’ flehten meine Augen angsterfüllt. Kein Laut kam meine Lippen während meine Füße meinen stocksteifen Körper weiter zur Tür zerrten.

Eine fremde grausame Macht hatte Besitz von mir ergriffen, meinen eigenen Willen ausgeschaltet. Wie eine Marionette an unsichtbaren Schnüren musste ich den verhängnisvollen Weg weitergehen. Das Blut gerann mir in den Adern, schauderliche Gänsehaut kroch meinen Rücken hinauf.

Schwer atmend öffnete ich die Tür. Der eisige Wind stob samt seinem Gefolge aus Myriaden von Schneeflocken wie vor sich selbst schutzsuchend an mir vorbei ins Wirtshaus hinein.

Zitternd vor Kälte und mit bangem Blick blieb ich stehen.

Durch das dichte Schneetreiben blitzten glühend rote Augen auf. Eine schemenhafte Gestalt ragte riesig im Schein des schwachen Lichtes, das aus der warmen Stube nach draußen fiel, auf.

Wieder hörte ich die leise, vorwurfsvolle Stimme: “Sophie, du hast mich lange warten lassen.“

Ich stand wie angewurzelt auf der Schwelle, konnte keinen Finger rühren, meine Gedanken versanken im wabbrigen Grau eines Albtraumes. Selbst die Nadelstiche der vom Himmel herabstürzenden Eiskristalle vermochten den Bann dieses Unholdes nicht zu lösen. Ich war ihm hilflos ausgeliefert.

Im nächsten Augenblick stand Frederik, fast vollständig eingehüllt in einen gräflichen grünen Mantel, dicht vor mir. Sein seltsam modriger Atem schlug mir ins Gesicht.

„Meine Rose, ich hatte dir doch verboten, wegzulaufen.“ tadelte er mich mit gefährlich klingender Sanftheit.

„Noch einmal entwischst du mir nicht.“

Sein Gesicht leuchtete bleich unter seiner dunklen Kapuze hervor, sein Mund verzog sich zu einem dämonischen Grinsen. Flüchtig ließ er mich seine glitzernd-weißen Fangzähne sehen.

Unsinnigerweise wünschte ich, die Patrouille wäre noch nicht wieder fortgeritten und würde den Gesuchten – ich war mir sicher, dass sie auch Frederik suchten – verhaften.

Eine Ewigkeit, schien es mir, schaute er mir tief in die Augen. Das glühende Raubtierrot wich dem faszinierenden Hellblau. Die Sternenpunkte in seinen Pupillen tanzten, winkten mir in fröhlichem Ringelreigen und zogen mich abermals unaufhaltsam in einen bodenlosen Abgrund.

Er schlug seinen weiten Mantel auseinander als wollte er mich mitsamt dem Wirtshaus darunter verbergen.

Doch plötzlich verzerrten sich seine Gesichtszüge zu einer entsetzlichen Fratze. Aus den glühenden Augen schienen Funken zu sprühen, aus seinem Mund ragten seine riesigen Reißzähne, die jeden Wolf beschämen würden.

Mit einem unheimlichen Fauchen sprang er zurück und verbarg sein Gesicht angstvoll schützend unter seinem Umhang.

Im gleichen Moment schwirrten aufgebrachte Stimmen um mich herum. Starke Hände zogen mich zurück in die rettende Wirtsstube. Erst als ich den verstörten Gesichtsausdruck meines Vaters erkannte, erwachte ich aus der unheimlicher Trance. Weinend stürzte ich mich in seine Arme.

Auszug aus
„Euleborn – verhängnisvolle Neugier“ von Petra Starosky


Der Verlagsvertrag ist beendet, daher gibt es nur noch wenige Restexemplare – schnell zugreifen!

alle Rechte bei Petra Starosky

Euleborn ade

Vor neun Jahren, also 2010, ermöglichte es mir der Noel-Verlag, meinen ersten Roman zu veröffentlichen. Noch einmal an dieser Stelle vielen Dank an das Team für die Betreuung und Beratung.

Doch nun wird es Zeit, ade zu sagen. Der Verlagsvertrag ist beendet und somit sind nur noch wenige Exemplare von Sophies Tagebuch erhältlich.

Aber auf mich warten neue, spannende Ideen, die ich erzählen möchte.

Vielleicht – wer weiß – kehren meine Romanhelden ins schlesische Eulengebirge zurück und schlagen ein neues Kapitel in der Euleborn auf.

Also, wer noch ein Exemplar von „Euleborn – verhängnisvolle Neugier“ möchte, sollte sich beeilen, bevor die Restexemplare verkauft sind.

Hier für alle, die noch nichts von der Euleborn und Sophie gehört haben, der Klappentext:

Licht geistert durch die verlassene Burg Euleborn und versetzt die Bewohner des kleinen Dorfes im schlesischen Eulengebirge in helle Aufregung. Wie aus alten Legenden überliefert, wünscht auch die neue geheimnisvolle Burgherrin sechs Jungfrauen des Dorfes in ihre Dienste zu nehmen.
Sophie, ein ebenso lebenslustiges wie furchtloses Mädchen, ist tief enttäuscht, dass sie nicht zu den Auserwählten gehört. Neugier und Neid nagen ständig an ihr, bis sie den verhängnisvollen Entschluss fasst, sich eigenmächtig in die Burg einzuschleichen. Begleitet von schauerlichem Wolfsgeheul dringt sie bei Sonnenuntergang in das alte Gemäuer ein und muss Zeuge einer tödlich-erotischen Zeremonie zur Erweckung neuer Vampire werden. Auf diese Art gräflichen Nachwuchses war Sophie nicht vorbereitet. Von Entsetzen gepackt, will sie nur noch diesem Alptraum entfliehen. Weit kommt sie allerdings nicht. Jungvampir Frederik erwischt sie kurz vor dem rettenden Turm. Er findet Gefallen an dem verängstigten Mädchen und schleppt sie als sein Liebesspielzeug in ein abgelegenes Gemach. Mit stürmischer Leidenschaft bringt er in Sophie die Blume der Lust zum Blühen. Und dieses Schäferstündchen bleibt nicht folgenlos …

Schdobb’lhobbsor

Was bitte sind Schdobb’lhobbsor?

Wer aus dem Sächsischen kommt oder den Dialekt beherrscht, weiß vielleicht mit dem Begriff etwas anzufangen.

Für alle anderen kommt zur Erklärung ein Textschnippsel aus dem Roman „Ein geheimnisvolles Grab unter der Schwelle“:

„Wie alt bist du denn?“ „Ach, noch nicht sehr alt, nur so fünfhundert Sommer.“ Er winkte gelangweilt ab.
Doretta wusste nicht so recht, ob sie ihm glauben sollte. Sie beschloss,
es erst einmal dabei zu belassen. Vielmehr wollte sie mehr von Kalmus
über den Schmied erfahren.
„Was hat er getan?“
„Fing alle unsere Fische weg, nicht einen ließ er uns! Unerhört! Und
seine Schdobbelhobbser waren noch schlimmer.“
„Seine bitte was?“
„Seine Bälger, die oben über die Felder schlichen und die Ernte klauten.“
„Du meinst seine Kinder?“
„Genau die.“
„Warum waren die noch schlimmer?“
„Die haben Hasen in Schlingen gefangen und sogar Feuer gelegt auf
den Feldern. Im Nöckbach stellten sie Fallen auf. Meine arme Lilyjara
verfing sich einmal darin und tat sich sehr, sehr weh. Viele Nächte
bangte ich um sie.“ Eine kleine Träne kullerte aus seinem Auge.
„Das tut mir leid.“ Doretta war ehrlich betroffen.

Schönfelder Hochland / Pillnitzer Elbplateau

mehr unter www.Petra-Starosky.de

„Ein geheimnisvolles Grab unter der Schwelle“.
(Petra Starosky, erschienen Oktober 2018 bei BoD)

* erhältlich im BoD-Buchshop und vielen Buchhändlern als Taschenbuch und E-Book *

Dr. Tymann in Not

Ich freue mich ja über jede Rückmeldung zu meinen Geschichten. Aber vor kurzem hat mich eine Email doch irritiert – sie kam von einer meiner Romanfiguren!

„Dr. Tymann in Not!“ lautete die Betreffzeile.

(Dr. Tymann ist der Bausachverständige in meinem aktuellen Roman „Ein geheimnisvolles Grab unter der Schwelle“.)

Er war wohl mit seiner Nebendarstellerrolle nicht so ganz ausgelastet und wollte auf eigene Faust die Gegend um die alte Schmiede erkunden. Dabei hat er es geschafft, die Tür zum Tunnel aufzubekommen. Leider fiel sie hinter ihm zu – oder wurde sie zugestoßen? – und ließ sich nicht mehr öffnen.

Nun rief er aus dem Berg um Hilfe.

Nachdem ich ihn gerettet hatte (das erzähle ich bald in einer Kurzgeschichte) fuhr ich am Montagmorgen guter Laune ins Büro. Seit einiger Zeit begleiten mich Hörbücher auf der Autofahrt. An diesem Morgen begann ich Sebastian Fitzeks „Die Therapie“ zu hören.

Erst mit Verwunderung, dann mit Entsetzen erzählte der Sprecher Simon Jäger von einer Schriftstellerin, die plötzlich ihre Romanfiguren trifft und sogar von ihnen verfolgt wird.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass die von mir Erschaffenen der Bücherwelt bleiben und mir nicht wirklich eines Tages über den Weg laufen – das könnte fatale Folgen haben!

 

Schnuff Weber – ein Weggefährte des Komponisten Carl Maria von Weber

Carl Maria von Weber, Komponist und Kapellmeister, verbrachte einige Jahre seines Lebens in Hosterwitz bei Dresden. Ein Museum in dem Elbeort erinnert an ihn.

Bei meinem Ausflug nach Hosterwitz besuchte ich die Kirche Maria am Wasser. An der Außenmauer des Kirchhofes fand ich einen Epitaph, der einen Affen zeigt.  Seine kuriose Geschichte findet sich auch in meinem Roman „Ein geheimnisvolles Grab unter der Schwelle“ wieder:

Maria am Wasser in Hosterwitz

… „Mir fällt etwas ein.“ Klaus hob die Hand wie in der Schule. „Unser
berühmtester Gast, also nach der Gräfin Cosel, fand das Keppbachtal
damals schaurig-schön. In seinen Werken tummelten sich so einige
Gruselgestalten.“
„Stimmt.“
Carina blickte die Männer verwundert an. „Wer war das denn?“
„Carl-Maria von Weber!“ Stolz verkündete Ewald den Namen.
„Das Museum solltest du dir ansehen, da gibt es bestimmt was für dich
zu entdecken. Immerhin hat ihm die Gegend für seinen Freischütz
einige Inspirationen gebracht.“
Manfred, der Carina gegenüber saß, meinte: „Der Friedhof an der Maria
am Wasser ist sehenswert. Da findest du den Schnuff-Epitaph.“
Er lachte, als er Carinas fragendes Gesicht sah.
„Noch nie davon gehört? Der Herr Komponist besaß nämlich einen
Affen.“
„Einen echten Affen?“ Carina mochte es nicht glauben.
„Doch, wirklich. Er brachte ihn aus Hamburg mit. Der Kleine hieß
Schnuff Weber und war sehr zahm. Ein Bildhauer fertigte schließlich den Epitaph für das Kapuzineräffchen. Das Original ging meines
Wissens verloren. Heute hängt eine Reproduktion an der Außenmauer
des Kirchhofs.“
Carina liebte alte Friedhöfe und die wunderbaren Arbeiten der
Steinmetze.
„Danke für den Tipp, das sehe ich mir ganz bestimmt an.“ …

 

 

Auszug aus „Ein geheimnisvolles Grab unter der Schwelle“.
(Petra Starosky, erschienen Oktober 2018 bei BoD)

mehr unter www.Petra-Starosky.de

* erhältlich im BoD-Buchshop und vielen Buchhändlern als Taschenbuch und E-Book *